Heiße Drills und feurige Räuber – das klingt nach einem Fall für das Hotshot Rig. Überall wo es zum Einsatz kommt, sind harte Bisse und eine Menge Action nie mehr als eine Rutenlänge entfernt. Hier stelle ich Euch mein neues Finesse Rig vor und erkläre, wie auch Du schon bald Deinen ersten Hotshot-Räuber erfolgreich ans Band bekommst …

Irres Köderspiel

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Beim Angeln mit dem Hotshot Rig (kurz: HSR) muss man sich auf EINES gefasst machen: Rasende Räuber! Rasend deswegen, weil das irre Köderspiel die Fische regelrecht in den Wahnsinn treibt. Richtig geführt bekommt das Rig eine Art “Eigenleben“ und bricht beim Zupfen seitlich aus. Von den zappelnden Bewegungen einer “leichten Beute“ angelockt, können Räuber gar nicht anders und packen kräftig zu.

Den Räubern die “Kugel“ geben

Hotshot-Rig-Barschangeln

Das Hotshot Rig fängt: Ein weiterer Barsch konnte die lebhafte Aktion des Rigs nicht widerstehen. Wenn es nicht läuft: Den Räubern einfach mal die “Kugel“ geben.

Das kleine Splitshot (Schrotblei) unterhalb vom Haken verleiht das ganze Rig seine Beweglichkeit. Bei jedem Zupfer wechselt das Blei die Seite und zieht den Köder entweder nach links oder rechts taumelnd hinter sich her. Der ständige Richtungswechsel ähnelt den Bewegungen eines fliehenden, verletzten Fischchens und lässt den Jagdtrieb von Zander, Barsch und Co. förmlich durch die Decke schießen. Also, wenn es am Wasser nicht richtig läuft: Den Räubern einfach mal die Kugel geben!

Die Hotshot Rig Komponenten

Schrotblei(e), Haken und Fluorocarbon besorgen – und schon kann’s losgehen. Anders als beispielsweise beim Jika Rig fallen klobige Komponenten wie Ösen, Sprengringe oder Stabbleie weg. Je nach Situation können Splitshots schnell hinzugefügt oder entfernt werden, die gesamte Montage ist aufs Wesentliche reduziert. Und so baust Du Dein erstes Hotshot Rig in nur drei Schritten:

  • Mit dem Vorfach einen Palomarknoten binden
  • Das untere Ende des Vorfachs von oben durch die Hakenöse stecken und auf die gewünschte Länge kürzen (ca. 2 – 4 Zentimeter)
  • Einen Knoten am Schnurende binden und die gewünschte Anzahl an Splitshots anbringen – fertig!
Barschangeln mit Hotshot Rig

Hotshot Rig Komponenten: Splitshot, Haken, und Köder – mehr braucht man nicht um schöne Fische zu fangen.

Tipp gegen Hänger: Dank Offset-Haken kommen Hänger extrem selten vor. Wenn jedoch erhöhte Hängergefahr droht, den kleinen Knoten am Schnurende einfach weglassen. Verkeilt sich das Blei einmal, reicht es meist die Schnur einfach fest auf Spannung zu bringen. Durch den Zug wird das Schnurende aus dem Bleistückchen herausgezogen und der Köder – samt Haken – ist gerettet.

Die Hotshot Rig Führung

Angeln-am-Bach

Hotshot Rig am Bach: Auch Forellen und Saiblinge haben ihn zum Fressen gern. Hier steht eine weitere Forelle kurz vor der Landung.

Bügel auf und Feuer frei – das Rig wird wie gewohnt an die gewünschte Stelle ausgeworfen. Sobald der Köder auf die Oberfläche trifft lassen wir den Köder an gespannter Schnur Richtung Grund taumeln. Bereits jetzt ist höchste Konzentration geboten, denn vor allem Barsche attackieren den Köder schon während der ersten Absinkphase. Findet das Rig in den ersten Sekunden keinen “Blitz-Abnehmer“, beginnen wir mit der Führung.

Die 3-2-1-Führung

Hechtangeln

Wird das Hotshot Rig richtig geführt, schnappen sogar Hechte zu. Mit großen Ködern und Stahlvorfach kann man mit dem Hot Shot Rig gezielt auf Hecht angeln.

Bei dieser Führungsart ist der Name Programm. Von der 10-Uhr-Stellung aus das Rig mit drei knackigen Rutenschlägen anzupfen, die Schnur auf Spannung bringen und absinken lassen. Am Grund angekommen befördern wir den Köder diesmal mit zwei schnellen Schlägen vom Boden weg – erneut die Schnur auf Spannung bringen und absinken lassen. Zum Schluss das Rig mit nur einem Rutenschlag anzupfen und wieder absinken lassen, bevor das Ganze nach dem 3-2-1-Prinzip wiederholt wird.

Hotshot Rig Wacky – die perfekte Montage für “Quereinsteiger“

Seans-Hotshot-Rig

Hot Shot Rig Wacky: Für mich genau die richtige Finesse Montage für die Angelei am Bach.

Bäche und kleine Flüsse halten so manche Überraschung bereit. Wenn auch noch die Aussicht auf kampfstarke Bachforellen und Döbel besteht, ist die Wacky-Variante des Hotshot Rigs mein Ass im Ärmel. Anstelle des Offset-Hakens verwende ich einen Einzelhaken und meist kleinere Köder als für Barsch und Zander, die ich Wacky-Style – also quer am Haken – aufziehe. Am Hotspot werfe ich das Rig aus und warte bis es abgesunken ist. Mit vielen kleinen Zupfern führe ich das Rig etwas über Grund wieder Richtung Ufer. Beim Absinken zittert der Wurm verführerisch an beiden Enden und lockt selbst die “Dicken“ aus ihrem Versteck. Es ist sogar öfter der Fall, dass sich mehrere gute Fische gleichzeitig den Köder streitig machen wollen. In diesem Sinne: Auch wenn Du bisher noch nie von Finesse gehört oder wenig bis keinerlei Erfahrung damit hast, selbst als “Quereinsteiger“ wirst Du schon bald eine ordentliche Zitterpartie hinlegen und von Deinen ersten Hotshot-Fängen berichten können!

  • Hotshot-Rig Wacky
  • Hotshot-Rig-Döbelangeln

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Das Tackle aus dem Bericht:

Hier findest Du die Baits direkt aus dem Bericht – und weiteres, ergänzendes Tackle für Deinen Fangerfolg. Also, wenn Du dicke Barsche, Forellen, Zander und Co. mit dem Hotshot Rig fangen willst, empfehlen wir Dir folgende und in der Praxis bewährten Produkte: